Curacao Reisebericht mit Fotos

 

 

Curacao

 

Und nun sind wir auf den niederländischen Antillen oder besser gesagt

in der holländischen Karibik angekommen.

Curacao ist nicht nur die größte und wohl bunteste der ABC-Inseln, sie ist

zugleich auch seit dem 17. Jahrhundert der wichtigste Besitz

der Holländer in dieser Region.

Auf Curacao herrscht ganzjährig große Trockenheit und somit ist

das Landschaftsbild von Agaven, Dornensträuchern, meterhohen Kakteen und

dem Divi-Divi Baum geprägt.

Im Kontrast dazu stehen die vielen Buchten mit ihren

weißen Sandstränden und türkisfarbenen Wasser.

Curacao bietet für jeden etwas:

Wassersport, Wandern oder Fahrradtouren sind nur einige der sportlichen Aktivitäten.

Außerdem kann man vorzüglich Tauchen oder Schnorcheln und entdeckt die einzigartige Unterwasserwelt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Curaçao

https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/curacao-tipps-sehenswuerdigkeiten/

 

Für unsere private Inselrundfahrt, haben wir im Internet Maartje

von back2nature gefunden.

 

https://www.facebook.com/b2ncuracao/posts/2561332514190171

http://www.b2ncuracao.com

info@b2ncuracao.com

 

Auf Curacao haben wir es mal anders gemacht und uns erst die Hauptstadt Willemstad mit seinen einzigartigen, bonbonfarbenen Kolonialbauten angeschaut.

Ein schöner Morgenspaziergang durch die Altstadt,

mit vielen tollen Eindrücken begann:

 

Vom Pier ging es durch das „Rif Fort“, einem ehemaligem, am Meer

gelegenes Fort von 1828, Richtung Stadt. Das Fort ist heute eine

Shopping-Mall mit einem schönen Innenhof zum verweilen, Boutiquen,

sowie Bars und Restaurants.

Auf dem „De Rouvilleweg“ schlendernd, konnten wir von weitem schon die wohl bekannteste Häuserfassade der Welt sehen -

die bunte „Handelskade“. In den ehemaligen, bunten Kaufmannshäusern sind, Shops,

Bars und Restaurants eingezogen.

 

Über die „Königin-Emma-Brücke“ oder „Pontjesbrug“,

liefen wir nach Punda.

Die Brücke ist eine charakteristische Pontonbrücke und treibt auf der

„Sint Annabaai“, dem Kanal, der weit ins Landesinnere reicht und die

Stadtteile Punda und Otrabanda trennt.

Bei Bedarf kann die Brücke „sich öffnen“ indem sie durch das Wasser

gleitend zur Seite schwingt.

Auf der anderen Seite angekommen, liegt zur Rechten

das „Fort Amsterdam“, der wichtigste Zeitzeuge der Kolonialzeit

mit dessen Bau im Jahr 1635 begonnen wurde.

Das Fort ist heute der repräsentative Gouverneurspalast mit Sitz

der Regionalregierung. Im Inneren der Festung steht „De Fortkerk“

sie ist Curaçaos älteste protestantische Kirche und wird

seit 1990 als Museum genutzt.

Weiter geht es zum „Selfie Point“ auf dem „Wilhelminaplein“,

Pundas zentraler Platz . Neben einer Statue der vormaligen

                        niederländischen Königin Wilhelmina und dem gigantischen

Schriftzug „Curaçao“ gibt es hier nicht soviel zu sehen, außer man wirft einen

Blick rüber Richtung „Hanchi Snoa“, wo die

„Mikvé Israel-Emmanuel“ Synagoge steht.

Sie gilt als älteste stets in Betrieb gebliebene Synagoge

der westlichen Welt. Erbaut wurde sie im Jahr 1732.

Der Boden der Synagoge ist mit Sand bedeckt.

An die Synagoge grenzt das „Jewish Cultural Historical Museum“.

                                   Hinter dem Wilhelminaplein liegt am Hendrikplein die ehemalige Synagoge

„Emanu-El“, die wegen ihres hoch aufragenden Turms eher

für eine Kirche gehalten werden könnte.

Nutzer des Gebäudes ist heute die Staatsanwaltschaft Curaçaos.

Weiter führt uns unser Spaziergang zur „Theaterstraat“ vorbei an auch teils von Brandschäden gezeichneten oder verwahrlosten Gebäuden.

In der „Nieuwestraat“ ist das legendäre „Mundo Bizarro“ eine Kultbar,

die ihres gleichen sucht - ein MUSS - auch wenn es nur für ein Foto ist.

Entlang der „Waaigat“ einem Wasserarm des Kanals schlenderten wir am „Alten und Neuen Markt“ vorbei, zurück zur „Hanelskade“ über die Brücke und ab zum Treffpunkt:

 

Auf gehts zur Tour mit Maartje - mit dem richtigen Auto !

Welcome - Bon Beni Silke & Anke

 

Auf dem Weg zu unserem ersten Stop erfuhren wir schon so einige

interessanten Geschichten über Curacao und deren Bewohner,

z.B. lag auf unserem Weg ein altes „Landhuis“

(hier gab/gibt es keine Plantagen-Häuser, da die Insel eher als

„Umschlagplatz“ für Sklaven diente),

welches als Einrichtung für Alkoholkranke Menschen genutzt wurde -

fern ab der Stadt und dem nächsten „Schnapsladen“!

Denkste…, denn kein Kilometer weiter gibt es einen von diesen chinesischen „Allround“ - Läden: Supermarkt, Restaurant und Bar - 20 Stunden geöffnet!

                       Irgendwann verließen wir die Hauptstraße und es ging „Off-Road“ weiter.                                        Maartje erzählt uns von den unterschiedlichen „Kadushi“ -

Kakteen an denen wir vorbei kamen und deren „Auswüchse“ - das war lustig,

aber ihr müsst es selbst erleben!

 

Angekommen, an der „Boka Ascension“, eine Bucht auf der Ostseite der Insel,

die sich zum karibischen Meer hin öffnet.

Dies ist laut Maartje der beste Ort, um einen ersten Eindruck von der

rauen Nord-Ostküste zu bekommen,

einschließlich der Möglichkeit die Meeresschildkröten zu sehen.

Sie zeigte uns den Weg durch eine kleine, enge Höhle nach oben auf die Klippen,

von wo aus man einen Gigantischen Blick hat -

                                   auf den raue Ozean, unzählige Eidechsen, große und kleine Kakteen und natürlich die Meeresschildkröten, die sich von den Wellen treiben lassen.

                         Aber auch das ist „Boka Ascension“ - trotz seiner natürlichen Schönheit ist es ein Teil von der berüchtigten „Plasticbaai“ der Plastik Bucht.

                                       Ungünstige Meeresströmungen befördern große Mengen an abgeladenem Material (u. a. viel Plastik) in die Bucht.

In den letzten Jahren wurden viele Aufräumarbeiten von Freiwilligen,

dem Militär und Schulkindern durchgeführt.

Organisationen wie „Stichting Uniek Curaçao“ organisieren

diese Aufräumarbeiten sehr häufig.

Aber leider gibt es auch immer wieder einen Befall von „Sargassum“,

einer freischwimmenden Braunalgenart.

Auch diese müssen per Hand entfernt werden,

damit die vielen Meeresschildkröten gerettet werden können.

 

Unser Weg führte uns wieder zurück zur Straße,

wir fuhren weiter Richtung Norden und kamen…

 

beim „Kas di Pal'i Maishi“ einem Kunuku-Haus, einer ehemaligen

Sklavenunterkunft vorbei. Dieses Anwesen wurde liebevoll restauriert,

in ein kleines Museum umgewandelt und gehört heute dem

UNESCO-Weltkulturerbe.

Unser nächstes Ziel war die „Boka Patrick“.

Auf dem Weg dort hin kamen wir an den Ruinen des alten

                                 „Patrick Plantation House“ vorbei, sowie an den Mauern eines ehemaligen Wasserbeckens und machten einen Stop -

was unser größtes Glück war, denn wir sahen zuerst einen nervösen

               Kolibri herumfliegen und entdeckten später das Nest einschließlich der zwei kleinen Neugeborenen, die wohl gerade erst geschlüpft waren,

denn die Eierschale war noch im Nest.

Das war schon was ganz Besonderes.

 

              Als nächstes hielten wir am wunderschönen „Pool di Padiki“ und gingen zur Bucht hinunter,                       wo Maartje uns die sogenannten „Riffbananen“

                                 zum Probieren anbot - salzig, durchaus als Snack genießbar.                                                                   Außerdem sahen wir hier den „Wara-Wara“ das erste Mal,

einen heimischen Raubvogel.

                    Oft sieht man ihn auf einem hohen Kaktus sitzen, oder er kreist eindrucksvoll mit weit ausgebreiteten Schwingen am Himmel. Man nennt ihn auch den „Straßenreinigungservice“,

weil er alles und auch Aas frisst.

 

Nächster Halt war der „Suplado Krater“, das spektakuläre „Blasloch“,

das Meer war an dem Tag sehr rau und hat uns eine spektakuläre Show

geboten- die Einzigartigkeit der Natur.

Tja, und dann war es schon so langsam Zeit für´s Mittagessen

und Maartje fragte uns worauf wir Appetit haben.

Wir fragten sie, ob es hier auch „typisches“ holländisches Essen gibt,

so wie „Krocketche & Frickadelche“?

Sie war sofort total begeistert und fuhr uns zu einem Strand

einschließlich „Imbiss“ und niederländischem Flair.

 

Daaibooi ist ein Strand in der Nähe des Dorfes Sint Willibrordus,

er liegt in einer abgelegenen Bucht, umgeben von hohen Klippen.

Dieser Strand ist bei Einheimischen und Touristen wegen seiner

unberührten Natur und der hervorragenden Gastfreundschaft beliebt.

Daaibooi ist auch bekannt fürs Tauchen und Schnorcheln.

Es gibt zahlreiche Arten von Schwämmen, Sternkorallen, Säulenkorallen,

Gehirnkorallen, Elkhornkorallen und Gorgonien,

sowie viele typische Rifffische.

Außerdem ist es bekannt, dass hier die

„Unechte Meeresschildkröte“ schwimmt.

Leider hatten wir immer noch keine Leguane gesehen, also fuhren wir weiter.

 

Der letzte Stop - der Strand von Kokomo -

hier gibt es u. a. eine „Futterstation“ für Leguane, endlich konnten wir

diese tollen Tiere fotografieren.

                        Auf dem Weg (an/in den Salzseen von St. Michiel) dorthin,

haben wir auch noch eine eine Kolonie Flamingos gesehen.

Wir konnten sie sogar beim gemeinschaftlichen „Losfliegen“ beobachten.

 

Nach all den fantastischen Eindrücken, fuhren wir zurück

nach Willemstad und Maartje ließ uns am Ende von Otrobanda raus,

westlich des Kanals.  Otrabanda (heißt soviel wie „auf der anderen Seite“)

ist der andere Stadtteil von Willemstad, mit dessen Bau im Jahr 1707 begonnen wurde.

Die Gegend verwandelte sich schnell in ein „Arme-Leute-Viertel“ und verkam.

Die Wende brachte im Jahr 2001 das Engagement des

niederländischen Unternehmers und Philanthropen Jacob Gelt Decker.

Er kaufte mehrere Straßenblocks zum Zwecke der Sanierung auf.

Die Renovierung des Komplexes gelang ihm in beispielloser Weise und wunderschöne farbige Häuser, schmale Gassen, gepflasterte Wege, kleine Plätze, schattenspendende Bäume, Restaurants und

vieles mehr schaffen ein beschauliches Ambiente.

Außerdem wurden die Häuser noch durch ansässige Künstler

in Form von „Street-Art“ verschönert.

 

Das war Curacao

 

Das war Curacao viel Spaß mit meinen Fotos, Eure Anke Car.